Definitionen

Auf dieser und den folgenden Seiten bieten wir Ihnen einige zum Thema Krisenkommunikation passende Begriffserklärungen:

 

A

Abklingphase – 

B

C

D

E

Ehrlichkeit – Eine Selbstverständlichkeit, nicht nur in Krisensituationen. In der Krise zählt die Wahrheit, das Aussprechen der Fakten. Das Management mag es anders sehen, aber der Sprecher der Organisation muss ehrlich sein, will er das in ihn gesetzte Vertrauen nicht dauerhaft und endgültig verspielen.

Entschuldigung –  Grundsätzlich ist es richtig, sich zu entschuldigen, wenn man etwas falsch geamcht hat. Im Unternehmenskontext kann eine Entschuldigung aber auch schnell als Schuldeingeständnis gewertet werden. Deshalb kommt es sehr auf die Art und die Auswirkungen der Krisensituation an. Sind Menschen verletzt oder gar getötet worden, ist das nicht zu entschuldigen. Hier ist es angebracht, Mitgefühl auszudrücken.

F

G

Glaubwürdigkeit –  Gerade in einer Krisensituation ist es wichtig, dass die Glaubwürdigkeit der handelnden Personen (zum Beispiel des Sprechers) nicht beschädigt wird. Kann durch Verschweigen, Schönmalerei und falsche Auskünfte sowie Lügen sehr schnell und nachhaltig beschädigt werden.

H

Hoax –Eine bewusst wahrheitswidrig verbreitete Information. Ein Hoax kann erhebliche Auswirkungen auf benannte Personen und Organisationen haben. Viele Menschen fallen auf einen Hoax herein, wenn er nicht zu übertrieben ist.

I

Informationen – 

Interview – Eine Befragung mit dem Ziel,  Informationen zu einem Thema oder Vorfall zu erhalten oder Sachverhalte zu ermitteln. Das journalistische Interview wird für Textbeiträge, den Hörfunk und das Fernsehen mit einer Person die ein öffentliches Interesse betrifft oder die eine Organisation vertritt durchgeführt. Es taucht sowohl als journalistische Darstellungsform, aber auch als Recherchemittel auf. Interviews können live oder als Aufzeichnung durchgeführt werden.

J

 Journalisten

K

Kompetenz

Krise – Das Wort Krise stammt von dem griechischen Wort „crisis“ ab und bedeutet soviel wie Wendepunkt, Chance oder Entscheidungssituation. In der heutigen Nutzung wird das Wort Krise jedoch fast nur noch negativ verwendet. Eine Krise ist eine Situation, die bestehende Strukturen von Systemen mit unbekanntem Ausgang verändern können. Die Angst vor einer möglichen Verschlechterung erzeugt die negativ gemeinte Nutzung des Wortes.

Krisenmanagement – Unter Krisenmanagement versteht man den Prozess, der professionellen Bewältigung einer Krisensitaution. Er beginnt bereits weit vor einer Krise mit der Risikoanalyse, dem Installieren von Frühwarnsystemen und dem Erstellen eines aktuellen Krisenplans. Während einer Krise umfasst er je nach Art der Krise diverse Aufgaben, darunter die Krisenkommunikation oder auch Notfall-PR. Nach Abklingen der Krise befasst sich das Krisenmanagement mit der Analyse der Aktivitäten während der Krise, dem Auswerten von Medien- und Social-Media-Berichten und den Erfahrungen, die in der Krisensituation gemacht wurden. Auf Basis der Erfahrungen werden in der Regel die Präventivmaßnahmen und Handlungsanweisungwen aus dem Krisenplan angepasst.

Krisenplan Ein Krisenplan regelt das Verhalten der Organisation vor, während und nach einer Krise. Hier werden die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der handelnden Personen festgelegt, es gibt Alarmierungspläne, Vertretungsregelungen und Ablaufpläne.

Krisenstab der Krisenstab interpretiert die vom Lagezentrum erhaltenen Berichte und Zusammenfassungen und beschließt die weitere Strategie und die nötigen Schritte, die zur Aufhebung der Krisensituation führen. Im Krisenstab sollte das Management der betroffenen Bereiche mitarbeiten. Die Entscheidungen müssen jedoch gemeinsam getroffen werden.

L

Lagezentrum – Im Lagezentrum werden die Informationen  aus den sozialen Netzwerken, den Medien und der Öffentlichkeit gesammelt und an den Krisenstab und den oder die Sprecher(in) weitergegeben.

M

Maulkorb – Die Anweisung an den oder die Sprecher/in zu einem Sachverhalt keine Aussage zu machen. Ein Maulkorb ist für den Sprecher gefährlich, denn er kann damit seine Reputation als kompetenter und ehrlicher Ansprechpartner gefährden. Zudem erzeugt ein Maulkorb zum Beispiel bei anfragenden Journalisten sofort den Eindruck, dass da tatsächlich etwas im Argen liegt und andere Quellen zur Informationsbeschaffung herangezogen werden sollten.

N

O

 O-Ton bzw. Originalton – Der Originalton ist der an einem Aufnahmeort aufgezeichnete oder von dort übertragene Ton bei Berichterstattungen aller Art. Das können Explosionsgeräusche genau sein, wie Statements von verantwortlichen Managern oder dem oder Sprecher/in. Bei Hörfunk und Fernsehen handelt es sich beim O-Ton oft um ein Interview. Hierbei hat der Originalton hauptsächlich drei Funktionen: Er kann erstens ein Thema untermauern oder widerlegen, zweitens dient er der Charakterisierung von Personen und drittens kann der O-Ton die Sendung oder den Beitrag lebendiger wirken lassen

P

Pressekonferenz – Eine Pressekonferenz ist ein Mittel der Öffentlichkeitsarbeit. Vor den anwesenden Berichterstattern geben Firmen- und Organisationsvertreter  Informationen zu aktuellen, oft brisanten Themen und nehmen zu diesen Stellung, dementieren Gerüchte oder kündigen etwas an. Im Anschluss an die meist vorbereiteten Statements können die Vertreter der Presse häufig Fragen stellen.

Pressemitteilung – Eine schriftliche Information an die Medien, die bestimmten Regeln folgt. Sie sollte sachlich, leicht verständlich und nach den journalistischen Grundprinzipien die fünf W-Fragen beantworten. Pressemitteilungen sind das wohl meistgenutzte Instrument der Öffentlichkeitsarbeit und das entscheidende Bindeglied zwischen Informationsanbietern und Informationsverwertern. Gelingt es mit einer Pressemitteilung, die Aufmerksamkeit einer Redaktion auf sich zu lenken, so bewirkt dies oftmals einen erwünschten redaktionellen Beitrag in einer Zeitung, im Fernsehen oder im Hörfunk. Dabei sind Pressetexte für Journalisten zunächst einmal lediglich Anregungen, sich eines Themas redaktionell anzunehmen. Je professioneller und glaubwürdiger eine Pressemitteilung verfasst ist, desto größer ist auch die Chance auf eine journalistische Verwertung.

Pressesprecher/in – In einer Krisensituation sollte eine Person das Unternehmen oder die Organisation vor der Öffentlichkeit vertreten. Diese(r) Sprecher(in) muss vertrauenswürdig und offen erscheinen und die Fähigkeit haben, auch kompliziertere Sachverhalte einfach verständlich zusammenzufassen. Diese Funktion ist eine zentrale Funktion in einer Krise und bedarf der Zuarbeit und Unterstützung. Der oder Sprecher(in) muss immer über die aktuellen Entwicklungen informiert sein. Im akuten Krisenfall müssen Anfragen gebündelt und am Besten in Pressekonferenzen und in Statements vor der Kamera beantwortet werden.

Pressestatement – Eine abgestimmte meist mündlich vorgetragene Erklärung zu einem Sachverhalt vor der Presse.

Q

Q & A – Ein Leitfaden, der bereits bei der Risikoanalyse vorbereitet werden sollte und erwartete Fragen und die zu gebenden Antworten enthält. Tatsächlich wird dieses Instrument meist erst in der Startphase der Krisensituation angefertigt.

R

Risikoanalyse – Teil des präventiven Krisenmanagements. Es werden mögliche Risiken untersucht und anhand der Wahrscheinlichkeit für den Eintritt einer Krisensituation bewertet. Dazu gehört, die Folgen dieser Krisensituation abzuschätzen.

Risikofaktoren – Potenzielle Auslöser von Krisen nennt man Risikofaktoren.

S

Schönmalerei –  Einen Sachverhalt besser darzustellen, als er tatsächlich ist. Wird oft von Unternehmen und Organisationen in der Startphase oder Steilphase einer Krisensituation genutzt, um die Krise selbst oder ihre Auswirkungen besser darzustellen, als es sich tatsächlich verhält. Ist gefährlich, denn wenn sich herausstellt, dass der Sachverhalt doch schwerer wiegt, verliert man Glaubwürdigkeit und regt zu weiteren Nachforschungen an.

Social Networks –

Spekulationen –

Sprachregelung – In Krisensituationen werden oft vom Krisenstab intern Sprachregelungen erstellt. Diese sollen dazu beitragen, dass sich untewrschiedliche Stellen im Unternehmen nicht gegeneinander ausspielen lassen können. Die Sprachregelung sollte von den Mitarbeitern verstanden und verinnerlicht werden.

Steilphase –

T

Tageszeitungen – 

Talkshow – Eine Talkshow (engl. talk „Gespräch“, show „Sendung“) ist eine Diskussionssendung im Fernsehen oder Hörfunk. Im Fernsehen heißt sie auch Fernsehdebatte, im Radio Radiodebatte, Hörfunkdebatte oder engl. Talkradio. Die Diskussion findet dabei ähnlich wie bei einem Interview zwischen dem Gastgeber und einem oder mehreren Gesprächsgästen statt, aber auch zwischen den Talkgästen selbst. Der Gastgeber wird Moderator oder Talkmaster genannt, englisch Host. Typisch ist der Ablauf, bei der der Moderator die Gesprächsgäste zunächst zu einem Thema befragt, und sich anschließend ein mehr oder weniger freies oder auch von dem Gastgeber gelenktes Gespräch unter den Gesprächsgästen entwickelt. Es gibt nicht die idealtypische Talkshow, sondern verschiedene Sendeformate, die als einzige Gemeinsamkeit das Gesprächselement aufweisen.

U

Übertreibungsphase –

V

Verlässlichkeit –

W

X

Y

Z